Agenda

 

September  2026

Das neunte Kursprogramm der GSEST ist aufgeschaltet. Alle Kurse geben einen umfassenden Einblick in die Therapie mit kleinen Kindern. Sie finden ab 2027 im Volkshaus, in 8004 Zürich, statt. Weiteren Informationen entnehmen Sie den Kursausschreibungen und den allgemeinen Bestimmungen zu den Kursen.

2027 findet im März die 3. Fachtagung der GSEST zum Thema ‚vertrauen. zumuten. wachsen.‘ statt. Ab Dezember ist es möglich, sich dafür anzumelden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte per Mail an uns. Janika Aregger-Brechbühl kümmert sich jeweils am Montag und am Freitag um Ihre Anliegen.

 

Impressionen

Eva 1

Allgemeine Bestimmungen zu den Kursen

AGB Download

ANMELDUNG
Die Anmeldung erfolgt über das beim jeweiligen Kurs verlinkte Formular. Sie erhalten sowohl für Ihre Anmeldung als auch für einen allfälligen Eintrag auf der Warteliste eine Bestätigung per Mail.
Bei Fragen melden Sie sich bitte bei kurse@gsest.ch

KURSPLÄTZE
Die Kursplätze werden nach Eingang der Anmeldung vergeben. Die Anzahl der Plätze ist beschränkt.

EINLADUNG UND RECHNUNG
Die detaillierten Informationen zur Weiterbildung und die Rechnung erhalten Sie spätestens zwei Wochen vor Kursbeginn.

DURCHFÜHRUNG
Die GSEST behält sich das Recht vor, Veranstaltungen aus wichtigen Gründen, beispielsweise bei Nichterreichen der  minimalen Anzahl von Anmeldungen, abzusagen. Die angemeldeten Personen werden so früh als möglich über die Nichtdurchführung informiert.

KURSZEITEN
ganzer Tag: 9.30 bis 16.30 Uhr
halber Tag: 9.30 bis 13.00 Uhr

RÜCKTRITTSBEDINGUNGEN
Bei einem Rücktritt bis vier Wochen vor Kursbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von CHF 20.- erhoben. Bei späterem Rücktritt besteht die Möglichkeit eine Ersatzperson zu stellen. Andernfalls sind die vollen Kurskosten zu bezahlen.

VERSICHERUNG
Der Abschluss einer Kranken-, Unfall- oder Diebstahlversicherung ist Sache der Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Die GSEST übernimmt keine Haftung.

 

 

Veranstaltungen

05./06. März 2027

3. GSEST-FACHTAGUNG FRÜHER SPRACHERWERB

vertrauen. zumuten. wachsen.

save the date

Anmeldung ab Dezember 2026 möglich

Zertifikatslehrgang (CAS)

31. Jan. – 21. Nov. 2026

CAS «Spracherwerbsstörungen im Kleinkind- und Vorschulalter»

Entwicklungspsychologische Sprachtherapie nach Dr.in Barbara Zollinger

 

 

INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN

Am Mittwoch 29. Oktober 2025 findet um 16.30h eine Informationsveranstaltung via Zoom statt, wo Sie sich unverbindlich über die Inhalte und Aufgaben informieren können.

Anmeldung 29.10.2025

 

ZIELPUBLIKUM

Der Zertifikatslehrgang ist ein Kooperationsangebot der Gesellschaft für entwicklungspsychologische Sprachtherapie (GSEST) und der Schweizer Hochschule für Logopädie Rorschach (SHLR).

Er richtet sich an Fachpersonen, die mit sprachentwicklungsauffälligen Kindern im Kleinkind- und Vorschulalter arbeiten (Logopädinnen und Logopäden, Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, Kinderärztinnen und Kinderärzte, Kinderpsychologinnen und Kinderpsychologen, Fachpersonen aus verwandten Berufen mit einem Bachelorabschluss).

 

INHALT

Der Nutzen früher Sprachtherapie ist heute unumstritten. Die Umsetzung in die Praxis gelingt jedoch nur durch eine gezielte Auseinandersetzung mit Themen dieser Entwicklungsphase. Wie lernen kleine Kinder? Welche Interessen haben sie? Womit hängen Verzögerungen in der frühen Entwicklung zusammen und wie können Veränderungen kindgerecht angeregt werden?

Der vorliegende Zertifikatslehrgang befasst sich umfassend mit den Themen der frühen Sprachentwicklung. Dazu gehören profunde Kenntnisse zur Entwicklung des Spiels und der kindlichen Persönlichkeit, die Beratung und Begleitung von Bezugspersonen und die Auseinandersetzung mit einer therapeutischen Haltung, in der das Kind mit seinen Schwierigkeiten und seinen Ressourcen im Zentrum steht.

 

KOMPETENZEN

Die Teilnehmenden können:

– die Grundsätze der entwicklungspsychologischen Sprachtherapie erklären und anwenden.

– eine Abklärung und Diagnostik von Klein- und Vorschulkindern planen und durchführen.

– komplexe sprachliche Störungsbilder erkennen und einordnen.

– Therapieziele evidenzbasiert ableiten und begründen.

– individuelle Therapiepläne zielgerichtet entwickeln und konkret umsetzen.

– Therapieverläufe reflektieren (Supervision).

– Beratungsgespräche mit Angehörigen und Fachpersonen planen und durchführen.

 

ARBEITSWEISE

Der Zertifikatslehrgang dauert von Januar bis November 2026. Er gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Themengruppen: Die Entwicklung, die Diagnostik und die Therapie. Das ausgewogene Verhältnis zwischen Theorie und Praxis ermöglicht die nachhaltige Erweiterung der Berufs- und Selbstkompetenzen der Teilnehmenden. Der Lehrgang verbindet Präsenzveranstaltungen, Supervisionen und ein vertiefendes Selbststudium.

Für die Anmeldung werden für alle Teilnehmenden zwei Jahre Berufserfahrung vorausgesetzt

 

BESONDERES

Der Lehrgang kann auch als Jahresweiterbildung ohne Zertifizierung gebucht werden. Dies bedeutet, dass alle Kurstage und Supervisionen besucht werden, jedoch keine Leistungsnachweise und keine Zertifikatsarbeit geschrieben werden müssen.

 

ABSCHLUSS

Der Abschluss des Lehrgangs führt zum Certificate of Advanced Studies SHLR in «Spracherwerbsstörungen im Kleinkind- und Vorschulalter» (Entwicklungspsychologische Sprachtherapie nach Dr.in Barbara Zollinger), für das 15 ECTS Punkte vergeben werden. Der Lehrgang kann auch als Jahresweiterbildung ohne Zertifizierung gebucht werden.

 

    REFERIERENDE/SUPERVISION
  • Dr. med. Romedius Alber, Sylvia Brändli-Bieri, Claudia Dürmüller, Eva Graf, Aline Feer, Judith Häusermann, Kathrin Hohl, Susanne Mathieu, Barbara Vischer, Andreas Zimmermann

 

 

ADMINISTRATIVE INFORMATIONEN

TERMINE

Die Seminare dauern von Januar bis November 2026 gemäss Terminplan.

 

ORT

Kurstage: Stiftung. Für das Kind. Giedion Risch. Falkenstrasse 26, 8008 Zürich.

Supervisionen: Raum Zürich

 

KOSTEN

CAS: CHF 5’500.00 – Frühbucher bis Ende Juni 2025: CHF 5’200

Jahresweiterbildung: CHF 4’300.00 – Frühbucher bis Ende Juni 2025: CHF 4’100

 

ORGANISATION

GSEST Gesellschaft für entwicklungspsychologische Sprachtherapie

Administration: cas.admin@gsest.ch

 

STUDIENLEITUNG

Susanne Mathieu, lic. phil., dipl. Logopädin, cas@gsest.ch

 

FÜR FRAGEN

cas@gsest.ch , Tel. +41 (0)43 960 02 46

 

ANMELDUNG

Es gelten die AGB’s der HLO (siehe Download unten).

 

WICHTIGE UNTERLAGEN ZUR ANMELDUNG

Für die Anmeldung zum CAS «Spracherwerbsstörungen im Kleinkind- und Vorschulalter» (Entwicklungspsychologische Sprachtherapie nach Dr.in Barbara Zollinger) legen Sie neben dem Anmeldeformular bitte folgende Unterlagen bei:

– Kopie des Diploms in Logopädie/Sprachheilpädagogik oder einer anderen sonderpädagogischen Ausbildung

– Curriculum vitae (CV)

– eine kurze Beschreibung Ihrer aktuellen beruflichen Situation und der Motivation für die Teilnahme am CAS-Zertifikatslehrgang

 

DOWNLOADS

Programm als PDF

CAS – AGB’s

CAS – Reglement

Kurse

30./31. Okt. 2026

BINDUNG ÜBER DIE GENERATIONEN
MUSTER VERSTEHEN LERNEN

Dr. Julia Berkic

 

Grundvoraussetzungen für eine gesunde Entwicklung von Kindern sind: Sichere Bindungen, gute, tragfähige Beziehungen zwischen dem Kind und seinen unmittelbaren Bezugspersonen, die Berücksichtigung seiner Individualität und eine anregende Entwicklungsumgebung.

In diesem Kurs werden zunächst die wichtigsten Auswirkungen einer sicheren Bindung über den Lebenslauf beleuchtet. Dazu werden die Grundlagen der kindlichen Bindungsmuster (Geburt-Vorschulalter) mit Hilfe von Filmbeispielen erklärt und Veränderungsmöglichkeiten beleuchtet.

Im zweiten Teil des Kurses werden erwachsene/elterliche Bindungsmuster besprochen und Zusammenhänge über die Generationen betrachtet. Es wird in das Konzept der Mentalisierung eingeführt und Interventionsmöglichkeiten und Praxismaterial auch als Selbsterfahrung angeboten.

Im Kurs arbeiten wir mit theoretischen Inputs, Video-Analysen, Übungen und Elementen der Selbsterfahrung. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Zielgruppe: Logopädinnen, Heilpädagoginnen etc. die mit kleinen Kindern (2-4 Jahre) arbeiten und auch deren Eltern begleiten

 

KURSZEITEN:                 Freitag nur Nachmittag, Samstag ganzer Tag

ORT:
Schiffbaustrasse 10, 8005 Zürich
Kosten:
CHF 430; GSEST-Mitglieder CHF 370
07. Nov. 2026

ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGISCHE SPRACHTHERAPIE (EST)
TEIL 2 (PRÄSENZ) – GRUNDLAGEN DER THERAPIE (0-3)

Kathrin Hohl, MSc., dipl. Logopädin

 

Die Entwicklungspsychologische Sprachtherapie (EST) bietet einen fundierten, kindzentrierten Ansatz für die logopädische Arbeit im Frühbereich. Dieser Kurs vermittelt grundlegende therapeutische Prinzipien und praktisches Handwerkszeug für den Einstieg in die EST-Therapie im Frühbereich.

Der Fokus liegt auf dem Verständnis des therapeutischen Prozesses, den zentralen Therapieschwerpunkten sowie der entwicklungsangemessenen Gestaltung der Therapie. Der Kurs ist praxisorientiert aufgebaut und verbindet kurze theoretische Inputs mit Fallbeispielen und Videoausschnitten. Ziel ist es, den Transfer in den logopädischen Alltag im Frühbereich zu erleichtern und therapeutische Handlungssicherheit zu fördern.

 

ORT:
Schiffbaustrasse 10, 8005 Zürich
Kosten:
CHF 290; GSEST-Mitglieder CHF 250
Falls zusammengebucht mit Teil 1 (04.09.2026): CHF 530; GSEST-Mitglieder CHF 450
28. Nov. 2026

ERST DER UNTERSCHIED MACHT DIE BEDEUTUNG
Phonologische Störungen im Frühbereich behandeln

Aline Feer, MA, dipl. Logopädin

Ausgebucht – keine Eintragung in die Warteliste mehr möglich.

 

Im Frühbereich begegnen wir regelmässig Kindern, welche komplexe phonologische Auffälligkeiten zeigen und deren Kommunikation dadurch stark eingeschränkt ist. Dies macht die Phonologie auch bei kleinen Kindern zu einem präsenten Thema und wirft viele Fragen diagnostischer und therapeutischer Art auf.

Die korrekte Anwendung der Phoneme ist zentral für das Verstandenwerden. Wann ist es sinnvoll die Phonologie in der Therapie zu fokussieren? Wie kann sie innerhalb der entwicklungspsychologischen Sprachtherapie indirekt verändert werden? Zeigen sich bei Kindern mit phonologischen Störungen auch gewisse Themen im Spiel und der Interaktion gehäuft? Wie kann damit umgegangen werden? Ab wann ist direktes Üben und das Arbeiten mit spezifischen Therapieansätzen zur Phonologie sinnvoll?

Anhand von Fallbeispielen aus dem Frühbereich wird die Phonologie im Kontext anderer Entwicklungsbereiche beleuchtet. Es werden therapeutische Vorgehensweisen für die Arbeit im Frühbereich veranschaulicht und diskutiert.

 

ORT:
Schiffbaustrasse 10, 8005 Zürich
Kosten:
CHF 290; GSEST-Mitglieder CHF 250
09./10. Apr. 2027

MIT DER SPRACHE ZUM FLEXIBLEN SPIEL (4-6 Jahre)

Susanne Mathieu, lic. phil., dipl. Logopädin

 

Kinder zwischen vier und sechs Jahren bauen ihre symbolischen Kompetenzen in grossem Masse aus. Die Kognition wird flexibler, das Denken abstrakter, die Beziehungen mit den Peers eigenständiger. Ein zentrales Thema ist es, sich mit anderen zu besprechen, Wissen abzugleichen, in Fantasiewelten einzutauchen und diese im Spiel abzubilden. Der sprachliche Austausch im Rahmen der Interaktion bildet dabei die Basis für das Spiel.

In diesem Kurs wird der Frage nachgegangen, wie ältere Vorschulkinder im Spiel dabei unterstützt werden können, flexibler zu werden und die Sprache für das Spiel mit einem Gegenüber zu nutzen. Was für Themen beschäftigt das ältere Vorschulkind, wie können diese aufgenommen und weiterentwickelt werden? Es wird aufgezeigt, wie das Kind mit sprachspezifischen Techniken ins geplante Spiel begleitet werden kann. Anhand gemeinsamer Beobachtung von Videosequenzen werden konkrete Vorgehensweisen für typische Herausforderungen (nicht spielen können, nicht verstehen, nicht kommunizieren) und Inhalte dieses Entwicklungsalters diskutiert.

Grundlegende Kenntnisse zum frühen Spracherwerb und der frühen Spielentwicklung werden vorausgesetzt.

 

ORT:
Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich
Kosten:
Freitag ganzer Tag, Samstag nur Vormittag
CHF 430; GSEST-Mitglieder CHF 370
17. Apr. 2027

MEHRSPRACHIG AUFWACHSEN

Judith Häusermann, lic. phil., dipl. Logopädin

Mehrsprachigkeit verursacht keine Sprachentwicklungsstörung. Diese wissenschaftlich fundierte Erkenntnis ist in logopädischen Fachkreisen unterdessen verankert. Doch was bedeutet die Mehrsprachigkeit eines Kindes für die logopädische Therapie? Wie können für den Spracherwerb wichtige Themen, wie die mehrsprachige Identität des Kindes oder die Sprachverwendung zu Hause, in den therapeutischen Prozess mit dem Kind und den Eltern aufgenommen werden?

In dieser Weiterbildung werden auf der Grundlage der Entwicklungspsychologischen Sprachtherapie therapeutische Vorgehensweisen für die Arbeit mit dem Kleinkind, das mehrsprachig aufwächst diskutiert, sowie Beratungsinhalte für die Gespräche mit den Eltern besprochen. Neben theoretischen Inputs, ermöglicht der Austausch in Kleingruppen und das Besprechen von Fallbeispielen, den Transfer in die individuelle Praxis.

ORT:
Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich
Kosten:
CHF 290; GSEST-Mitglieder CHF 250
18. Juni 2027

SELEKTIVER MUTISMUS
KINDER AUS DEM SCHWEIGEN BEGLEITEN

Babette Bürgi, eidg. anerk. Psychotherapeutin, Fachpsychologin FSP
Sara Polvere, dipl. Logopädin

 

Die Diagnose selektiver Mutismus wird heute deutlich öfter gestellt, die Sensibilität für dieses Störungsbild nimmt zu. Es macht Sinn, dem mutistischen Kind in seinem Familiensystem bereits im Vorschulalter auf sprachentwicklungsorientierter und psychologischer Ebene gerecht zu werden.

Im Kurs sollen ein breites Wissen zum Störungsbild vermittelt, wichtige Aspekte bei der Diagnosestellung aufgezeigt und eine sorgfältige Betrachtung der Abgrenzung zwischen Psychotherapie und Logopädie ermöglicht werden.

Anhand von Fallbeispielen wird ein konkreter Einblick in die Möglichkeiten therapeutischer Interventionen gegeben. Dabei steht das Kind im Vorschulalter im Zentrum der Überlegungen.

 

ORT:
Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich
Kosten:
CHF 290; GSEST-Mitglieder CHF 250
19. Juni 2027

ERST DER UNTERSCHIED MACHT DIE BEDEUTUNG
Phonologische Störungen im Frühbereich behandeln

Aline Feer, MA, dipl. Logopädin

 

Im Frühbereich begegnen wir regelmässig Kindern, welche komplexe phonologische Auffälligkeiten zeigen und deren Kommunikation dadurch stark eingeschränkt ist. Dies macht die Phonologie auch bei kleinen Kindern zu einem präsenten Thema und wirft viele Fragen diagnostischer und therapeutischer Art auf.

Die korrekte Anwendung der Phoneme ist zentral für das Verstandenwerden. Wann ist es sinnvoll die Phonologie in der Therapie zu fokussieren? Wie kann sie innerhalb der entwicklungspsychologischen Sprachtherapie indirekt verändert werden? Zeigen sich bei Kindern mit phonologischen Störungen auch gewisse Themen im Spiel und der Interaktion gehäuft? Wie kann damit umgegangen werden? Ab wann ist direktes Üben und das Arbeiten mit spezifischen Therapieansätzen zur Phonologie sinnvoll?

Anhand von Fallbeispielen aus dem Frühbereich wird die Phonologie im Kontext anderer Entwicklungsbereiche beleuchtet. Es werden therapeutische Vorgehensweisen für die Arbeit im Frühbereich veranschaulicht und diskutiert.

 

ORT:
Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich
Kosten:
CHF 290; GSEST-Mitglieder CHF 250
17. Sep. 2027

ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGISCHE SPRACHTHERAPIE (EST)
TEIL 1  – ENTWICKLUNG UND DIAGNOSTIK

(IN PRÄSENZ ODER ONLINE)

Barbara Vischer, MA, dipl. Logopädin

 

In den ersten drei Lebensjahren erwerben Kinder die Sprache. Dieser Prozess ist eingebettet in die Entwicklung verschiedener Fähigkeiten und hängt insbesondere eng mit der Spiel-, der präverbalen Kommunikations- und der Individuationsentwicklung zusammen. Ist der frühe Spracherwerb blockiert, wirkt sich dies direkt auf die kindliche Partizipation im Spiel und in der Interaktion aus. Fachpersonen sind deshalb gefordert möglichst früh zu erkennen, ob ein Kind Sprachtherapie braucht und wie die Entwicklung wieder in Fluss gebracht werden kann.

In diesem Kurs wird in die Theorie der Entwicklungspsychologischen Sprachtherapie eingeführt. Anhand von Fallbeispielen werden im ersten Teil die frühen Entwicklungsschritte aufgezeigt, welche entscheidend dazu beitragen, dass das Kind die Sprache entdeckt und aktiv für sich erobert. Im zweiten Teil wird die sorgfältige Beobachtung des Kindes mit dem Entwicklungsprofil (nach Dr. Barbara Zollinger) gemeinsam anhand eines Fallbeispiels geübt und reflektiert.

Dieser Kurs richtet sich an Fachpersonen, die frühe Entwicklungszusammenhänge verstehen und die Grundprinzipien der Diagnostik mit dem Entwicklungsprofil kennenlernen oder auffrischen möchten.

 

ORT:
vor Ort oder online via zoom
Kosten:
CHF 290; GSEST-Mitglieder CHF 250
Falls zusammengebucht mit Teil 2 (30.10.2027): CHF 530; GSEST-Mitglieder CHF 450
24./25. Sep. 2027

SPIELEND ZUR GRAMMATIK KOMMEN

Susanne Mathieu, lic. phil., dipl. Logopädin

Das Kind etabliert im 3. Lebensjahr das Symbolspiel und beginnt gleichzeitig die Grammatik zu nutzen, um sein Spiel sprachlich präziser darzustellen. Zwischen vier und fünf Jahren vollzieht sich der Schritt zum Rollenspiel. Das Spiel ist nun nicht mehr individuell, mit den Spielpartnern sind Absprachen nötig, um gemeinsame Inhalte zu definieren. Um sich gegenseitig ihre Vorstellungen zu kommunizieren, verwenden die Kinder eine immer präzisere, differenziertere Sprache und nutzen zunehmend komplexere Grammatik.

In diesem Kurs werden die Kompetenzen des Symbol- und Rollenspiels beleuchtet und in Beziehung gesetzt zur Entwicklung eines differenzierten Wortschatzes und der Grammatik. In allen Bereichen werden Meilensteine aufgezeigt. Dabei wird folgenden Fragen nachgegangen: Inwiefern stellen Kompetenzen im Symbolspiel die Basis für die frühe Grammatik dar? Warum verlangt das komplexere Spiel nach komplexerer Grammatik? Wie lässt sich diese im Spiel beobachten und beurteilen? Wie kann es gelingen Grammatik spielend zu verändern? Konkrete Beispiele verdeutlichen die Überlegungen und zeigen Möglichkeiten der Umsetzung für die Diagnostik und Therapie auf.

ORT:
Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich
Kosten:
CHF 430; GSEST-Mitglieder CHF 370
30. Okt. 2027

ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGISCHE SPRACHTHERAPIE (EST)
TEIL 2  – GRUNDLAGEN DER THERAPIE (0-3)

(PRÄSENZ)

Kathrin Hohl, MSc., dipl. Logopädin

 

Die Entwicklungspsychologische Sprachtherapie (EST) bietet einen fundierten, kindzentrierten Ansatz für die logopädische Arbeit im Frühbereich. Dieser Kurs vermittelt grundlegende therapeutische Prinzipien und praktisches Handwerkszeug für den Einstieg in die EST-Therapie im Frühbereich.

Der Fokus liegt auf dem Verständnis des therapeutischen Prozesses, den zentralen Therapieschwerpunkten sowie der entwicklungsangemessenen Gestaltung der Therapie. Der Kurs ist praxisorientiert aufgebaut und verbindet kurze theoretische Inputs mit Fallbeispielen und Videoausschnitten. Ziel ist es, den Transfer in den logopädischen Alltag im Frühbereich zu erleichtern und therapeutische Handlungssicherheit zu fördern.

 

ORT:
Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich
Kosten:
CHF 290; GSEST-Mitglieder CHF 250
Falls zusammengebucht mit Teil 1 (17.09.2027): CHF 530; GSEST-Mitglieder CHF 450
19./20. Nov. 2027

VOM TURN-TAKING ZUM DIALOG

Frühe pragmatisch-kommunikative Kompetenzen beobachten und therapeutisch in Einzel- und Gruppensettings begleiten

Barbara Vischer, MA, dipl. Logopädin

Stefanie Fisch, MA, dipl. Logopädin

Bereits kurz nach der Geburt machen Säuglinge in der Interaktion mit ihren Bezugspersonen wichtige Kommunikationserfahrungen. Pragmatisch-kommunikative Kompetenzen bilden die Grundlage für gelingende soziale Interaktionen,  eine positive soziale Entwicklung und das psychische Wohlbefinden. Schwierigkeiten in diesem Bereich können bei Kindern mit Spracherwerbs- und Entwicklungsstörungen zu sozialen Problemen beitragen. In der Therapie im Frühbereich ist es deshalb wichtig, diesen Fähigkeiten besondere Beachtung zu schenken.

In diesem Kurs wird im ersten theoretischen Teil die frühe pragmatisch-kommunikative Entwicklung beschrieben. Ein Raster für die Beobachtung von pragmatisch-kommunikativen Kompetenzen wird vorgestellt und anhand von Videobeispielen ausprobiert. Darauf aufbauend werden Möglichkeiten zur Förderung pragmatisch-kommunikativer Kompetenzen im Vorschulalter im Einzelsetting diskutiert.

Am zweiten Kurstag wird ein Konzept für die Arbeit in logopädische Therapiegruppen vorgestellt. Der Fokus liegt dabei auf jenen Aspekten, die für die Teilhabe am Gruppengeschehen bedeutsam sind. Es werden Kriterien für die Gruppenzusammensetzung, therapeutische Ziele und Faktoren, welche die Interaktionen zwischen Kindern ermöglichen, diskutiert. Verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten und therapeutische Techniken für Therapiegruppentreffen werden mittels Videobeispielen aus der Praxis vorgestellt.

ORT:
Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich
Kosten:
CHF 430; GSEST-Mitglieder CHF 370

Vergangenes

13. Juni 2026

KULTURSENSIBLE BERATUNG IM FRÜHBEREICH

Marion Huber, dipl. Logopädin, MA Heilpädagogische Früherziehung

 

Herkunft und Migrationsgeschichte bewegen und beeinflussen die Familiensysteme. Dieser Kontext prägt auch das Zusammenwirken zwischen Therapeutin und Eltern.

Um Beobachtungen zu Eltern-Kind-Interaktionen verstehen und einordnen zu können, braucht es neben der kulturellen Anerkennung einer Familie, auch ein Interesse für kulturell verankerte Erziehungskonzepte und damit verbundenen Vorstellungen von kindlichem Lernen.

Die aktuelle Forschungslage zeigt, dass ein grundlegendes Verständnis von Migration und möglichen traumatischen Erlebnissen, sowie Kompetenzen in kultursensibler Beratung erforderlich sind, um Familien mit Migrationshintergrund auf Augenhöhe zu begegnen.

In diesem Kurs werden Erkenntnisse aus der kulturvergleichenden Forschung vorgestellt und Themen rund um die Migration besprochen. Anhand von Fallbeispielen wird aufgezeigt, wie mit einer kultursensiblen Haltung, Eltern und Kinder in Therapie- und Beratungssettings unterstützt werden können.

 

ORT:
Schiffbaustrasse 10, 8005 Zürich
Kosten:
CHF 290; GSEST-Mitglieder CHF 250
12. Juni 2026

ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGISCHE SPRACHTHERAPIE AUCH BEI KINDERN MIT AUTISMUSVERDACHT

Eva Graf, dipl. Logopädin, MA Heilpädagogische Früherziehung

 

Im ersten Teil werden in einem theoretischen Input diagnostische Kriterien früher Spracherwerbsstörungen und Autismusspektrumsstörungen einander gegenübergestellt. Im zweiten Teil werden therapeutische Prinzipien der Entwicklungspsychologischen Sprachtherapie erläutert und Prinzipien aus beziehungsorientierten Ansätzen für Autismusspektrumsstörungen (DIR Floortime, PLAY) gegenübergestellt. Anhand von Fallbeispielen aus dem Frühbereich werden therapeutische Vorgehensweisen veranschaulicht, diskutiert, wann entwicklungspsychologische Sprachtherapie angezeigt ist und wie die Zusammenarbeit mit Eltern und Fachpersonen gestaltet werden kann.

 

ORT:
Schiffbaustrasse 10, 8005 Zürich
Kosten:
CHF 290; GSEST-Mitglieder CHF 250
29./30. Mai 2026

VERSTANDEN? VERSTANDEN!

Susanne Mathieu, lic. phil., dipl. Logopädin

Wie gelingt es, das Kind in diesem Prozesse zu unterstützen? Wie kommt das Kind vom rein situationalen Verstehen, zum Herstellen von Bezügen in Raum und Zeit? Wie kann es beim zusammenhängenden Verstehen und beim Einbezug der Grammatik in den Verstehensprozess therapeutisch begleitet werden? Anhand von Fallbeispielen wird der Frage nachgegangen, wie es in der Therapie gelingen kann, nachhaltige Veränderungen im Bereich des Sprachverstehens zu etablieren.

Es werden Grundkenntnisse zur Entwicklung und Diagnostik des Sprachverstehens vorausgesetzt.

 

KURSZEITEN:                 Freitag ganzer Tag, Samstag nur Vormittag

ORT:
Schiffbaustrasse 10, 8005 Zürich
Kosten:
CHF 430; GSEST-Mitglieder CHF 370
09. Mai 2026

LOGOPÄDISCHE INTERVENTION BEI FRÜHKINDLICHEN
ESSSTÖRUNGEN

Ilona Maurer, lic. phil., dipl. Logopädin
Regula Rieger, dipl. Logopädin, NDT Bobath

 

Im Zentrum dieser Fortbildung zu frühkindlichen Essstörungen steht die aktive, praktische Auseinandersetzung mit effektiven Therapieansätzen für den logopädischen Alltag. Anhand typischer Fallbeispiele werden bewährte Interventionen und kreative Methoden für die Einzeltherapie, kleintherapeutische Gruppenangebote sowie die Elternarbeit vorgestellt, erprobt und gemeinsam reflektiert.

Ziel ist es, ein praxiserprobtes Repertoire an Interventionen aufzubauen, das direkt in der Arbeit mit Kindern mit frühkindlichen Essstörungen angewendet werden kann – individualisiert, beziehungsorientiert und wirkungsvoll.

Diese intensive, eintägige Fortbildung richtet sich an erfahrene Logopäd:innen, die bereits über Grundlagenwissen zu Symptomatik und Entstehung frühkindlicher Essstörungen (Pediatric Feeding Disorder) verfügen und ihren Fokus auf konkrete therapeutische Handlungsoptionen legen möchten.

 

ORT:
Schiffbaustrasse 10, 8005 Zürich
Kosten:
CHF 290; GSEST-Mitglieder CHF 250
21. März 2026

DAS SELBSTKONZEPT VON KINDERN MIT SPRACHENTWICKLUNGSSTÖRUNGEN

Claudia Dürmüller, MSc., dipl. Logopädin

 

In der Arbeit mit Kindern mit Sprachauffälligkeiten beobachten wir häufig, dass sie wenig Vertrauen in sich und in ihre Fähigkeiten haben. Dies zeigt sich beispielsweise in Zurückhaltung beim Handeln und Sprechen. Werden ihre Schwierigkeiten thematisiert, wenden sie sich ab oder scheinen die Schwierigkeiten zu ignorieren. Wenig Selbstvertrauen oder ein negatives Selbstkonzept können den Spracherwerbsprozess hemmen und sogar blockieren. Neben den Ausführungen zur Theorie des Selbstkonzepts werden anhand von vielen Videobeispielen Möglichkeiten aufgezeigt, wie (sprach-)entwicklungsauffällige Kinder eine sichere Repräsentation ihres Selbst entwickeln, sich als selbstwirksam erleben können und wie dadurch ihr Selbstbewusstsein gestärkt werden kann. Es werden Möglichkeiten diskutiert, wie man mit Kindern über ihre Schwierigkeiten sprechen kann.

 

ORT:
Kulturpark, Pfingstweidstrasse 16, 8005 Zürich
Kosten:
CHF 290; GSEST-Mitglieder CHF 250